Kontokorrentkredit bei Geschäftskonten: Was bedeutet das?

Ein Kontokorrentkredit entsteht, wenn ein Kreditnehmer sein Konto über bestehende Guthaben hinaus in Anspruch nimmt – also überzieht. Beim privaten Girokonto spricht man auch von Überziehungskredit, Dispositionskredit oder kurz Dispokredit. Bei Geschäftskonten ist dagegen die Bezeichnung Kontokorrentkredit verbreitet.

Buchungsposten Definition

Kontokorrentkredite können üblicherweise nur bis zur eingeräumten Kreditlinie (Kreditlimit) genutzt werden. Meist ist keine feste Laufzeit vorgesehen. Tilgung und Inanspruchnahme sind flexibel möglich. Zinsen werden auf den jeweiligen Kreditsaldo berechnet. Der Zinssatz ist variabel und liegt deutlich über dem von besicherten Darlehen.

Auch wenn der Kontokorrentkredit vom Zinssatz her teuer ist, wird er von Unternehmen gerne eingesetzt. Er dient nicht nur zur Deckung kurzzeitiger Liquiditätslücken, sondern ist auch ein häufig genutztes Instrument zur Betriebsmittel-Finanzierung. Die Kontokorrentkredit-Kosten sind nämlich immer noch günstiger als Lieferantenkredite.

Kontokorrentkredit bei Geschäftskonten: Was bedeutet das?
4 (80%) 1 Bewertung[en]

Kommentar hinterlassen